Levi Strauss der Erfinder der Jeans entwickelte diese ursprünglich als robuste Arbeitskleidung für Goldgräber in San Francisco.
Anfangs wurden diese aus braunem Segeltuch gefertigt. Die Idee die Hosen mit Nieten zu verstärken kam ursprünglich von Jacob Davis der es sich jedoch nicht leisten konnte ein Patent darauf anzumelden und sich mit seiner Idee an Levi Strauss wandte. 1873 ließen die beiden diesen Einfall gemeinsam patentieren und schon bald wurde der braune Segelstoff durch den indigoblauen Jeansstoff ausgewechselt. In den 50er Jahren bedienten sich Jugendliche der Blue Jeans um damit gegen die Tradition zu protestieren. Erst im zweiten Weltkrieg erreichte die Blue Jeans schließlich auch Europa. Durch den immer größer werdenden Markt gelang es auch, die Jeans günstig wie nie zuvor herzustellen.
Erst 1953 wurden Jeans auch für Frauen hergestellt. Diese hatten den Reißverschluss allerdings nicht vorne sondern seitlich angebracht. In den 90er Jahren gründeten viele Jeanshersteller ein zweites Label um sich der damals sehr gefragten Baggy Pants anzupassen.
Schauspieler wie beispielsweise James Dean trugen markant zum Siegeszug der Blue Jeans bei als sie damals in ihren Filmen Blue Jeans, T-Shirt und Lederjacke in Kombination trugen. Die Blue Jeans stand für Freiheit, Jugendlichkeit und Sportlichkeit und verbreitete sich dementsprechend schnell.
Im Laufe der Jahre veränderte sich die Jeans mehrmals grundlegend. Waren in den 80er Jahren die Damenjeans figurtbetont, in der Taille sehr knapp geschnitten und den Po betonend so kamen sie in den 90er Jahren als Baggy Jeans oder Skater Jeans ganz groß raus. Im Jahre 2000 gesellte sich zu der immer größer werdenden Palette an verschiedenen Jeansmodellen noch die Hüfthose dazu welche wie der Name schon sagt hüftig getragen wird. Zusätzlich kam dann eine große Variation an verschiedenen Applikationen und Nähten hinzu.
Mittlerweile sind sogar Kunstlederjeans und Lackjeans auf dem Markt erhältlich welche dann in Jeansschnitten gefertigt werden.
Eine besondere Spielerei ist die sogenannte “Boyfriendjeans” die an den Hüften etwas weiter sitzt und ein geradegeschnittenes Bein vorweist. Meist ist diese am Saum noch umgekrempelt so dass es eben aussieht als hätte man die Jeans seines Freundes an. Katie Holmes war eine der Vorreiterinnen was diesen Style betrifft.
Wurden damals die Jeans nur mit Knöpfen verschlossen so gibt es da heute einen Unterschied. Mittlerweile sind ein Großteil der Jeans mit einem Reißverschluss und einem Knopf versehen. An manchen Jeans befindet sich auch eine Schnürung welche dann aber mehr der Optik gilt.
Von den Schnitten her befinden sich heute großteils Schlagjeans, Röhrenjeans, Boyfriendjeans und Marlenejeans auf dem Markt. Karottenjeans hingegen sind immer seltener aufzufinden.
